ÜBER MICH


Mein Leben lang bin ich schon in Suchender. Ich suche nach Menschen, denen ich begegnen kann. Ich wünsche mir, etwas von Menschen zu hören, nicht nur etwas über sie zu erfahren. Ich möchte von mir erzählen, nicht nur über mich sprechen. Wenn das in Beziehung gelingt, spüre ich, dass der andere lebendig ist - ich lebendig bin. Ich bekomme eine Idee davon, wie wertvoll mein Leben, meine Familie, Freunde, Kollegen, Menschen für mich sind.

Ich bin Ich als Partnerin, als Mutter, als Freundin, Kollegin und Therapeutin.

 

werdegang

Ich bin die einzige Tochter und das vorletzte Kind von acht Kindern aus einer „zusammengewachsenen“ Familie. Schon sehr früh habe ich meinen kleinen Bruder verloren. Jetzt bin ich selbst Mutter von drei Kindern und lebe in einer festen Partnerschaft. Nach dreizehn Jahren Waldorfschule begann ich ein Gesangsstudium in Hamburg. Doch die Sängerin, die ich damals werden wollte, bin ich nicht geworden. Als Erzieherin arbeitete ich fast zwölf Jahre in einem Kindergarten auf dem Bauernhof, welchen ich konzeptionell stark geprägt habe. Dort war es mir wichtig, den Kindern viele Räume zur Selbsterfahrung zu schaffen und sie in ihrer persönlichen Kontaktaufnahme mit der Welt zu unterstützen. Während dieser Zeit machte ich eine Fortbildung bei Roger Rauscher zur Verstehenden Entwicklungsbegleitung. Diese vermittelte mir ein umfassendes Verständnis zu den sensiblen Phasen in der Entwicklungspsychologie und den Bindungstheorien. Bei Karin Düll-Esse und Helmer Haag-Vermehren kam die Fortbildung zur Systemischen Familienpädagogik hinzu. Aus meiner eigenen Sinnkrise und einer tiefen Erschöpfung half mir ein neu gefasster Wunsch - der Wunsch, Menschen in ähnlichen  Situationen zu begleiten. So begann ich 2018 die vierjährige Familientherapeutische Ausbildung am Deutsch Dänischen Institut für Familientheraphie (ddif ) in Berlin. Diese Ausbildung werde ich im Januar 2021 beenden.Hier wurde mein Wunsch nach meiner  Authentizität geweckt . Wer bin ich außerhalb meiner vielen Rollen, meiner familiären und gesellschaftlichen Prägungen, wer will ich heute sein? Die Grundwerte Jasper Juuls von Geleichwürdigkeit, Integrität und Autentizität sowie meine eigene Intuition brachten mich immer mehr zu mir. Es ist mir heute ein großes Anliegen, im pädagogischen und familiären Bereich auf eine mögliche Alternative der Geohrsamskultur hinzuarbeiten. Ich wünsche mir, Pädagogen dabei zu begleiten, ihre persönliche Autorität zu stärken und Familien zu ermutigen, dem Idealbild der perfekten glücklichen Eltern und Kindern abzuschwören. Neben meiner beraterischen Tätigkeit, welche ich seit August 2020 ausübe, arbeite ich als Schulsozialarbeiterin bei der KEH Lübeck.